Melina Köhler

Melina Köhler

Auszubildende in der KATLENBURGER Kellerei als Industriekauffrau

2. Lehrjahr

Ich habe mich für diesen Ausbildungsberuf entschieden, da die Einsatzmöglichkeiten und die Tätigkeiten für Industriekaufleute sehr vielfältig und abwechslungsreich sein können. In den wirtschaftlichen Sektoren wie Handel, Dienstleistung und Verwaltung können Industriekaufleute eingesetzt werden. Zudem habe ich meine Fachhochschulreife mit Schwerpunkt Wirtschaft absolviert, habe also schon ein paar Vorkenntnisse gesammelt. Natürlich reizten mich auch die geregelten Arbeitszeiten und die Ausbildungsvergütung.

Um mich bei jedem Betrieb, in der Gegend, zu bewerben und meine Chancen einen Ausbildungsplatz zu finden zu erhöhen bat ich den Berufsberater von der Agentur für Arbeit, der Gespräche an der BBS 1 Osterode anbot, mir Vorschläge an Unternehmen, die diesen Ausbildungsberuf für das Jahr 2016 anbieten, zu übersenden.

Die meisten Bewerbungen habe ich schriftlich über den Postweg versendet wie auch an die KATLENBURGER Kellerei, nur ein paar per E-Mail.

Einen bestimmten Grund für meine Bewerbung an der Kellerei, wie ja gerne in Vorstellungsgesprächen gefragt wird, gab es nicht. Man könnte sagen, ich bewarb mich, um als gerade 18 Jahre gewordene junge Frau, keine Arbeitslosigkeit anmelden zu müssen oder mich mit Aushilfsjobs rumschlagen zu müssen. Ich wollte am Ende meiner Reise einfach etwas in der Hand haben. Ich habe mir jedoch die Frage gestellt, wie eine Kellerei wohl von innen aussieht.

Nach zahlreichen Absagen verschwand auch nach und nach meine Motivation, überhaupt etwas zu finden und ich bekam ein Gefühl der Gleichgültigkeit zu spüren.

Ich wurde bei der Kellerei, ohne an einem Einstellungstest teilnehmen zu müssen, direkt zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Meine Vorbereitung darauf begann damit auf der Internetseite die wichtigsten Fakten herauszulesen und mir dementsprechend Fragen, die ich an das Unternehmen im Anschluss noch hatte, aufzuschreiben. Zur Vorbereitung auf ein Gespräch sollte man sich stets die verfasste Bewerbung nochmal vor Augen führen um auf mögliche Fragen dazu vorbereitet zu sein.

Während der Recherche auf der Internetseite war mein erster Eindruck, dass die Gestaltung (Farbe usw.) für mich sehr ansprechend gestaltet ist und das die Kellerei ein sehr schönes Produktportfolio zu zeigen hat.

Aufgrund der zahlreichen Absagen, die ich bekam, hatte ich keine besonderen Erwartungen an das Gespräch und trotzdem war meine Aufregung sehr groß und ich wollte es einfach nur hinter mich bringen.

Zunächst hat mir die Ausbilderin das Unternehmen näher gebracht und automatisch ein paar Fragen auf meine Fragezettel beantwortet. Danach war ich mit meiner vorbereiteten, geprobten Selbstvorstellung dran. Wie bei jedem Vorstellungsgespräch konnte ich zum Ende Fragen über das Unternehmen stellen. Eine meiner Fragen war auf welche Schule ich gehen würde, da ich aus Bad Lauterberg im Harz (ca. 35 km bis Katlenburg) komme. Die bisherigen Auszubildenden in der KATLENBURGER Kellerei sind nach Northeim zur Berufsschule gegangen, mir gaben sie die Möglichkeit mich für die Berufsschule in Northeim oder Osterode zu entscheiden, was ich dem Unternehmen sehr hoch anrechne.

Das Vorstellungsgespräch an sich verlief erstaunlich positiv im Vergleich zu anderen Unternehmen. Die Stimmung war sehr locker und freundlich.

Nach dem Vorstellungsgespräch hatte ich die Erwartung gegenüber dem Unternehmen, da das auch Gesprächsthema war, dass das Arbeitsklima in der Kellerei ein gutes sei (was sich bestätigt hat).

Nach ca. Ein bis Zwei Wochen erhielt ich eine E-Mail zu einem zweiten Gespräch, in Anwesenheit mit dem kaufmännischen Angestellten des Unternehmens. An diesem Gespräch wurden die Themen des ersten Gesprächs nochmals aufgegriffen und detaillierter besprochen. Beide Gespräche dauerten jeweils ungefähr 45 Minuten.

Nachdem ich meine erhoffte Zusage per E-Mail erhielt, schickte mir die Ausbilderin den Ausbildungsvertrag mit der Post zu.

Der Einstieg in das Unternehmen erfolgte unerwarteter Weise schon vor Beginn meiner Ausbildung am 01.08.2016. Das Unternehmen strebte an ein Azubi Projekt zum Produktmarketing, in Form von einem unternehmenseigenen Stand auf einer Messe im Göttinger Kaufpark, durchzuführen. In das Projekt wurden die zukünftigen Azubis gleich mit integriert insofern, dass unsere Anwesenheit an den Meetings zur Planung und Umsetzung erwünscht war. Das Projekt wurde von den Auszubildenden in der KATLENBURGER Kellerei sehr organisiert geplant.

Zu Beginn der Ausbildung habe ich die Abteilungen der Produktion (Abfüllung und Kellerei) durchlaufen um mir ein Bild von der Herstellung der Produkte machen zu können. Zur Vorbereitung auf die Messe wurden mit uns eine Produktvorstellung und eine Verkostung durchgeführt.

Die Durchführung des Projektes hat sehr viel Spaß gemacht und war eine große Abwechslung zu dem Büroaufenthalt.

Ein paar meiner bisherigen Tätigkeiten als Auszubildende zur Industriekauffrau waren:

  • das Kontieren von Rechnungen
  • Bestellungen tätigen
  • jegliche Art von Tabellen und Statistiken  in Excel erstellen
  • Rechnungen erstellen
  • die Eintragungen von Rechnungen in ein Rechnungseingangsbuch
  • das Buchen von Rechnungen
  • die Sicherung der umweltfreundlichen Beseitigung von Abfällen
  • Ablage (Ordentlichkeit ist eine wichtige Eigenschaft als Industriekaufmann/- frau)

Man übernimmt im Unternehmen, für eine Auszubildende im ersten Lehrjahr, angemessen viel Verantwortung.

Soweit wie ich das mitbekommen habe wird meine Arbeitsweise  ruhig, aber bestimmt - gut angenommen und die Mitarbeiter des Unternehmens finden meine Art sehr angenehm. 

Die Mitarbeiter der Kellerei sind sehr freundlich und zuvorkommend. Sie erklären die Aufgaben ausführlich und überfordern einen nicht mit einer Masse an Aufgaben. In jeder Abteilung hat der Azubi einen Ansprechpartner, der einen in betrieblichen und schulischen Fragen unterstützt. 

Als Industriekaufmann/-frau kann man sich nach der Ausbildung zum Finanzwirt, Handelsfachwirt, Betriebswirt oder Industriefachwirt weiterbilden lassen oder ein Studium in Betriebswirtschaftslehre  oder Wirtschaftswissenschaften absolvieren.

Fortsetzung… 2. Lehrjahr.

Das zweite Lehrjahr hat sich insofern verändert, dass mir mehr Vertrauen von den Abteilungen geschenkt wird und ich somit auch verantwortungsvollere Aufgaben zu erledigen habe. Ich kann meine Arbeiten eigenständiger erledigen.

Konkrete Aufgaben und Aufgabenbereiche:

  • Bestellungen auslösen
  • Rechnungen prüfen, kontieren und buchen
  • Berufsbekleidung
  • Schließsystem
  • Und vieles mehr

Die Kollegen sind auch wie im ersten Lehrjahr sehr hilfsbereit und freundlich.

 

Marcel Klingemann

Marcel Klingemann

Fachkraft für Fruchtsafttechnik

3. Lehrjahr

Ich bin Marcel Klingemann, 20 Jahre alt und im 2. Jahr in der Ausbildung als „Fachkraft für Fruchtsafttechniker“ bei KATLENBURGER. Ich bin durch die Bundesagentur für Arbeit auf die Ausbildung bei Katlenburger gekommen. Zunächst konnte ich mir unter dem Beruf gar nichts vorstellen, aber da meine Mutter mir dazu geraten hat und ich mich über den Beruf und die Firma informiert habe, fand ich es sehr interessant und habe mich beworben.

Schon nach 2 Wochen habe ich einen Termin für ein Vorstellungsgespräch bekommen. Als ich zu dem Vorstellungsgespräch hin gefahren bin, war ich schon ziemlich aufgeregt, weil ich noch nicht so viele Vorstellungsgespräche hatte, aber die Stimmung war entspannt und die Aufregung schnell weg. Herr Ahrberg und Herr Schnobl, mit denen ich das Vorstellungsgespräch geführt habe, haben mir erklärt, was ich in dem Beruf mache und dass man in Blockunterrichten zur Schule geht. Sie haben mir auch ein Praktikum angeboten, das ich natürlich sehr gern angenommen habe. Als ich den ersten Praktikumstag hatte, war ich sehr nervös und fragte mich, wie das Praktikum so laufen wird und ob auch alle Mitarbeiter nett sind.

Als ich morgens beim Labor geklingelt habe, hat mich der Vorarbeiter aus der Kellerei. Herr Zoike. gleich abgeholt. Als erstes hat Herr Zoike mir erklärt, wie es in der Kellerei läuft. Danach hat er mir alle Mitarbeiter vorgestellt. Zurzeit sind wir 7 Personen in der Kellerei, wobei jeder eigene Aufgaben hat. Was ich sehr gut im Praktikum fand, war, dass man gleich mitarbeiten durfte anstatt nur zuzuschauen. Nach meinem 3-wöchigen Praktikum fand ich es sehr gut in der Kellerei und der Beruf hat mir sofort gefallen und Spaß gemacht.

Schon nach ein paar Wochen habe ich eine Zusage bekommen. Im August hatte ich dann meinen ersten Arbeitstag bei KATLENBURGER. Die erste Woche war ich in der Abfüllung. In der zweiten Woche war ich dann in der Kellerei an der ZHF (Zentrifugalhochleistungsfilter).

Nach ca. 4 Monaten bin ich dann in die Gärung gekommen, wo der Grund-Fruchtwein erzeugt wird. Die Säfte werden mit der KZE (Kurzzeiterhitzungsanlage) auf 95°C erhitzt und 30 Sekunden lang heiß gehalten und dann mit 25°C in einen Gärtank gepumpt. Hinten in der Gärung wird dann Hefe, Sirup und Enzyme dazu gegeben und mit Wasser auf eine bestimmte Literzahl aufgefüllt. Die Hefen fressen dann den Sirup und wandeln ihn in Alkohol um. Wenn die Hefen nicht mehr genug Sirup zum Überleben haben, sterben sie und sinken auf den Boden des Tanks. Wenn dann alle Hefen abgestorben sind und der Alkohol den bestimmten Wert erreicht hat, wird der trockene Wein mittels Separator von der Gärung genommen. Ein Separator ist eine Vorklärung, die mittels Zentrifugalkräften die Feststoffe von der Flüssigkeit trennt. In diesem Fall den Hefetrub von dem Wein. Nach dem Separator kommt der Wein in einen Schönungstank. Da wird dann eine Schönung gemacht, um die letzten Trubstoffe wie z.B. Gerbstoffe oder Proteine zu entfernen.

Wir benutzen am meisten für die Schönung Bentonit (Vulkangestein), Kieselsol (getrocknete Kieselalgen) und Gelatine. Der Wein bleibt dann mind. 12 Std. auf der Schönung. Wenn die Schönung sich dann auf den Boden des Tanks abgesetzt hat, wird der Wein per ZHF filtriert. Dabei wird der Schönungstrub vom Wein getrennt. Der klare trockene Wein wird dann in einen Tank zum Einstellen und zum Zuckern gepumpt oder in einen Lagertank. Beim Einstellen wird der Zuckergehalt, Alkoholgehalt, Säuregehalt und Schwefelgehalt eingestellt und natürliches Aroma und Konzentrat draufgegeben.

Die Werte werden dann in unserem Labor geprüft. Wenn alle Werte stimmen, wird der Wein noch mal über die CMF-Anlage filtriert. Diese Anlage benutzt die Filtrationstechnik der Membranfiltration. Wenn die Werte des Weines nach der Filtration immer noch stimmen, wird der Wein in die Abfüllung gepumpt und gefüllt. Danach werden die gefüllten Flaschen etikettiert und in Kartons gepackt und eingelagert oder an den Kunden verschickt. Und wenn man grade nix zu tun hat, putzt man einfach ein wenig, das ist in unserem Beruf auch sehr wichtig, um den Verbraucher vor Mikroorganismen zu schützen. Bei uns findet man auf jeden Fall immer was zu tun und es wird nie langweilig. Und wenn man mal Probleme hat, dann hilft unser Ausbilder Herr Tiepner weiter. Herr Tiepner kümmert sich auch um die Zug Fahrt zur Schule und um das Verpflegungsgeld für die Wochen in Geisenheim am Rhein. Er bucht auch die Wohnung in Geisenheim am Rhein für die Schulzeit. Wenn man Fragen im praktischen Bereich hat, dann hilft Herr Zoike oder die Mitarbeiter der Kellerei einem weiter.

Zwischendurch werden bei KATLENBURGER auch immer mal wieder Azubiprojekte veranstaltet, bei denen die Azubis alles selber planen und durchführen wie z.B. Verköstigungen in Märkten.

Was man in den Betrieb auf jeden Fall mitbringen muss ist Humor, Hilfsbereitschaft und Interesse.

 

Nico Klingemann

Nico Klingemann

Ausbildung Elektrotechnik in der KATLENBURGER KELLEREI

1. Ausbildungsjahr

Da ich für diesen Schulabschluss an der BBS 2, ein 4-wöchiges Praktikum und danach eine Ausbildung benötige, habe ich mich bei der Katlenburger Kellerei Dr. Demuth für beides beworben. Zu dieser Entscheidung bin ich gekommen, da mein Bruder Marcel Klingemann auch eine Ausbildung bei der Katlenburger Kellerei Dr. Demuth macht und nur gutes erzählt hatte. Zusätzlich hatte er mich darauf aufmerksam gemacht, dass der Betrieb eine Ausbildung als Elektroniker für Betriebstechnik anbietet. Außerdem habe ich mich bei Dr. Demuth beworben, da es ein Familien Unternehmen ist und man da nicht irgendwer ist, sondern jeder kennt dort jeden.

Nachdem ich meine Bewerbung abgesendet habe, hat es ca. 1-2 Wochen gedauert bis ich eine Einladung zum Vorstellungsgespräch bekommen habe. Dies hat mich sehr gefreut.

Ich war ziemlich aufgeregt vorm Gespräch, da ich noch nicht so viele Vorstellungsgespräche vorher hatte. Allerdings war es viel besser als gedacht. Es waren insgesamt 3 Leute. Einmal Herr Hallas, Herr Schnobl und Herr Krull, der zukünftige Ausbilder für den Beruf Elektroniker für Betriebstechnik. Zunächst hat Herr Hallas mir vieles erklärt, zur Ausbildung, Schule und den Tätigkeiten etc. Das Gespräch und die Stimmung im Raum waren sehr angenehm. Ich habe mich bei dem Gespräch sehr wohl gefühlt.

Nach ca. 2-3 Wochen habe ich dann die Zusage zum Praktikum bekommen, was ich im Zeitraum vom 6.02 – 3.03.2017 in der Katlenburger Kellerei absolvieren durfte.

In den 2 ½ Wochen habe ich schon vieles von Herr Krull gelernt und eine Menge über den Betrieb erfahren. Alle die ich im Betrieb kennen lernen durfte, waren sehr freundlich und hilfsbereit zu mir. Es machte mir viel Spaß im Betrieb zu arbeiten, da ich vieles schon alleine machen bzw. mitarbeiten durfte und das Arbeitsklima sehr angenehm war. Ich habe auch schon viele Tätigkeiten kennengelernt, die man im Betrieb ausführen muss.

Nachdem ich dann, am Ende des Praktikums, die Ausbildung zugesagt bekommen habe, startete ich diese am 01.08.2017. Ich bin nun im ersten Lehrjahr und habe schon viele Sachen gelernt, wie z. B. Schaltungen verdrahten, Schaltpläne zeichnen, Maschinen reparieren und diese dann durchzumessen. Außerdem ist die Ausbildung ziemlich angenehm und man wird vor allem nicht unter Druck gesetzt, so dass man entspannt lernen kann und sich sowohl für die Schule, wo ich jede Woche zweimal mal hin muss, als auch für die Arbeit, sehr gut vorbereiten kann. Zudem habe ich auch sehr weiträumige Arbeitsaufträge, so dass ich auch mal z. B. beim Schlosser oder in der Abfüllung helfen kann. Ich habe bis her sehr viel Spaß in der Ausbildung gehabt und freue mich auf die restliche Ausblidung und der Zeit danach in der Katlenburger Kellerei.

 

Insa Vosskuhl

Insa Voßkuhl

Fachkraft für Lagerlogistik

2. Lehrjahr

Für den Beruf Fachkraft für Lagerlogistik habe ich mich entschieden, da es ein sehr vielseitiger Beruf ist und ich gerne sehe bzw. weiß was ich an einem Arbeitstag geschafft habe.

Über die Agentur für Arbeit bin ich auf die Stellenanzeige der KATLENBURGER Kellerei gestoßen. Nach der Abgabe meiner Bewerbung dauerte es nicht lange, bis ich eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch bekam.

Das Vorstellungsgespräch war sehr positiv. Die Stimmung war freundlich und locker. Bei einem 2-tägigen Probearbeiten hatte ich die Chance, mich zu beweisen und mir einen ersten Einblick vom Lager und den Tätigkeiten zu verschaffen.

Nach meinem 2-tägigen Probearbeiten vergingen ein paar Wochen bis ich eine E-Mail erhielt, dass ich die Ausbildungsstelle bekommen habe. Per Post wurde mir dann der Ausbildungsvertrag zugeschickt.

Da das Unternehmen ein Azubi Projekt in Form eines eigenen Standes auf einer Messe im Göttinger Kaufpark plante, begann mein Einstig bei der KATLENBURGER Kellerei bereits vor dem 01.08.2016. Bei mehreren Treffen mit allen Auszubildenden planten wir den Aufbau und die Abläufe dieses Projektes.

Die erste Woche meiner Ausbildung durchlief ich die Abteilungen Abfüllung und Kellerei um mir einen ersten Eindruck des Produktionsprozesses zu machen. Die zweite und dritte Woche verbrachte ich im Göttinger Kaufpark, wo wir unser Azubi Projekt in die Tat umsetzten.

Im Versand begann ich dann ab der vierten Woche. Nach und nach werde ich dort an verschiedenen Aufgaben herangeführt.

Ein paar meiner bisherigen Tätigkeiten sind…

  • Ware kommissionieren
  • LKW’s beladen
  • Retouren bearbeiten
  • Pakete versandfertig machen
  • Amazon- Aufträge bearbeiten
  • Versandpapiere erstellen

Abschließend kann ich sagen, dass mir die Arbeit viel Freude bereitet, da mein Tätigkeitsfeld sehr vielseitig ist und mir angemessen viel Verantwortung übertragen wird.

 

Greta Witte

Greta Witte

Auszubildende in der KATLENBURGER Kellerei als Industriekauffrau

3. Lehrjahr 

Mein Kontakt zur KATLENBURGER Kellerei begann durch die Anzeige für die Ausbildung zur Industriekauffrau/-kaufmann. Auf diese Anzeige bin ich durch die Bundesagentur für Arbeit aufmerksam geworden, nachdem ich dort in einem Beratungsgespräch bekannt gegeben habe, dass ich einen Ausbildungsplatz zur Industriekauffrau suche.

Als ich meine Bewerbung dann per Post verschickt habe, habe ich schnell eine Antwort erhalten – die Einladung zum Vorstellungsgespräch. Ich meldete mich daraufhin telefonisch bei Frau Steinhoff, um einen Termin zu vereinbaren. Hier entstand bereits ein angenehmer Kontakt, der Lust auf das Gespräch machte.

Das Vorstellungsgespräch fand am vereinbarten Termin in der Verwaltung der KATLENBURGER Kellerei statt. Am frühen Nachmittag war ich also vor Ort und wurde direkt herzlich begrüßt von Frau Steinhoff und Herrn Wisotzki, dem kaufmännischen Leiter. Von Beginn an herrschte eine freundliche und offene Atmosphäre, was die Anspannung und die Aufregung schnell verschwinden ließ. Nachdem einige Fragen zu mir gestellt wurden, durfte ich ebenso Fragen zum Unternehmen stellen. Nach einiger Zeit waren dann alle Fragen beantwortet und das Vorstellungsgespräch geschafft.

Bereits am nächsten Tag bekam ich einen Anruf von Frau Steinhoff, der ohne langes Warten klärte, dass ich den Ausbildungsplatz bekommen habe und ich ab dem 01.08. die Lehrstelle antreten darf!

Am 01.08.2016 begann mein erster Ausbildungstag mit einer kleinen Führung über das Betriebsgelände mit Frau Steinhoff und Marcel, der auch einen Ausbildungsplatz zum 01.08. begonnen hat, allerdings in der Kellerei. Danach trennten sich die Wege und ich bekam einen Einblick durch Frau Steinhoff in die verschiedenen Bereiche der Verwaltung. Von der Betriebsleitung, über den Vertrieb und das Marketing, hin zur Finanzbuchhaltung habe ich überall meine zukünftigen Kollegen bereits kennengelernt und eine grobe Orientierung im Gebäude bekommen.

Meine Tätigkeiten in der Ausbildung variieren seit dem, denn je nachdem in welcher Abteilung ich bin, habe ich andere, teilweise neue Aufgaben. Während in der Finanzbuchhaltung eher der Umgang mit Zahlen, Finanzen und Konten zur Tagesordnung gehört, sind im Vertrieb die Kommunikation mit Kunden und die Bearbeitung von Aufträgen gefordert. In der Betriebsleitung werden täglich Verwaltungsangelegenheiten der Produktion bearbeitet und im Einkauf ist der Umgang mit all unseren Grundstoffen und Materialien und deren Beschaffung üblich. Zu den festen Aufgaben von uns Azubis zählt lediglich der Postdienst, den die Azubis untereinander aufteilen, je nach Schultagen und Urlaub der gemacht wird.

Aktuell kommt meine Abschlussprüfung in großen Schritten auf mich zu. Das heißt, dass ich unter anderem einen Report über ein beliebiges Thema in einer bestimmten Abteilung schreiben muss. Ich habe mir ein Thema im Bereich „Vertriebsinnendienst“ ausgesucht. Ob es unklare Fachbegriffe sind oder ob ich Hilfe bei bestimmten Formulierung brauche – die Kollegen aus der Abteilung stehen mir hier mit Rat und Tat zur Seite und vermitteln mir das benötigte Fachwissen stets verständlich und gut.

Seit Beginn meiner Ausbildung fühle ich mich sehr wohl als Azubi im Unternehmen. Dafür sorgen besonders die netten und geduldigen Kollegen und das familiäre Umfeld, was sich in so einem Familienunternehmen bildet. Ich lerne viel und bekomme den tatsächlichen Arbeitsalltag gut mit. Oft bekomme ich schon eine Menge Verantwortung für einen Azubi und darf mir Aufgaben, die ich bekomme, selbstständig ein- und aufteilen. Mit einer abgeschlossenen Ausbildung als Industriekauffrau/-kaufmann hat man sehr unterschiedliche Möglichkeiten. Man kann in verschiedene Bereiche der Verwaltung gehen, wie in den Vertrieb, in die Buchhaltung, in das Personalwesen, in den Einkauf und das in nahezu jedem Unternehmen. Auf dem Arbeitsmarkt hat man aktuell durchschnittliche Chancen.

Von Greta Witte, Auszubildende im 3. Lehrjahr

Paul Tammert

Fachkraft für Fruchtsafttechnik

1. Ausbildungsjahr

Ich bin Paul Tammert, 20 Jahre alt und bin jetzt seit einem halben Jahr Auszubildender bei Katlenburger. Auf die Ausbildung zum Fruchtsafttechniker bin ich durch einen glücklichen Zufall gekommen und habe mich daraufhin weiter darüber informiert. Als ich dann sah, dass die Katlenburger Kellerei noch einen Ausbildungsplatz frei hatte, bewarb ich mich gleich und wurde schon nach kurzer Zeit zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen.

Bei dem Gespräch mit Herrn Zoike und Herrn Tiepner wurde mir ein Praktikum angeboten, das ich auch dankend annahm. Am ersten Tag war ich super aufgeregt, zu Unrecht, wie sich später herausstellen sollte. Am Laboreingang wurde ich von Herr Zoike, dem Vorarbeiter, abgeholt und allen Mitarbeitern vorgestellt und mich mit den Regeln und Abläufen ein wenig vertraut gemacht. Momentan sind wir Sieben Personen in der Kellerei, wobei jeder seine Aufgaben hat. Bei meinem einwöchigen Praktikum in der Kellerei war ich in der Gärung und in der Schönung tätig. Mir hat sehr gefallen, dass man auch selbst mitarbeiten durfte, statt nur zuzugucken.

Bereits während der Abschlussbesprechung des Praktikums mit Herrn Zoike, dem praktischen Ausbilder, und Herrn Tiepner, dem theoretischen Ausbilder, habe ich die Zusage für die Ausbildung bekommen. Im August war dann mein erster Arbeitstag, an dem ich bereits voll mit eingebunden wurde. Die ersten Monate war ich größtenteils in der Gärung tätig, wo die Grundweine gemacht werden. Dabei werden die Säfte zuerst über den Kurzzeiterhitzer (KZE) auf 95°C erhitzt und wieder auf ca. 25°C abgekühlt, dann mit Zuckersirup und Hefen versetzt und bis zu einer bestimmten Literzahl aufgefüllt. Wenn die Hefen keinen Zucker mehr zum vergären haben, sterben sie ab und sinken auf den Boden. Der trockene Wein wird dann separiert, das heißt, die Feststoffe werden im Separator mittels Zentrifugalkräften von den flüssigen Stoffen getrennt.

Nach dem Separieren kommen die Weine auf die sogenannte Schönung, wo mit Hilfe von Bentonit (Vulkangestein), Gelatine und Kieselsol (getrocknete Kieselalgen) die restlichen Trubstoffe entfernt werden. Wenn sich die Schönung nach etwa zwölf Stunden am Boden des Tanks abgesetzt hat, wird der Wein per ZHF (Zentrifugalhochleistungsfilter) filtriert. Das ist momentan meine Aufgabe. Der Schönungstrub wird dabei vom Wein getrennt. Der klare trockene Wein wird dann in einen Tank zum Einstellen und zum Zuckern gepumpt oder in einen Lagertank. Beim Einstellen wird der Zuckergehalt, Alkoholgehalt, Säuregehalt und Schwefelgehalt eingestellt und natürliches Aroma und Konzentrat draufgegeben. Die Werte werden dann in unserem Labor geprüft. Wenn alle Werte stimmen, wird der Wein noch mal über die CMF-Anlage (Crossflow Mikrofiltration) filtriert. Nach dem Filtrieren wird noch einmal eine Probe ins Labor gebracht und wenn dann die Werte noch stimmen, wird der Wein in die Abfüllung gepumpt, in Flaschen gefüllt, etikettiert, in Kartons verpackt und bis zum Versenden an den Kunden zwischengelagert.

Sollte mal nichts zu tun sein, putzt man einfach, das ist grade in einem Lebensmittelbetrieb sehr wichtig, um den Verbraucher vor Mikroorganismen zu schützen. Sollte man mal Probleme haben, kann man sich entweder an die anderen Mitarbeiter oder direkt an die Ausbilder wenden. Herr Tiepner, der theoretische Ausbilder kümmert sich auch um eine Wohnung in Geisenheim, der Stadt, in der die einzige Berufsschule Deutschlands für Fruchtsafttechniker ist.

Man muss auf jeden Fall Humor, Hilfsbereitschaft und Interesse für die Thematik mitbringen.

 

Adrian Pohl

Fachkraft für Lagerlogistik bei Katlenburger

1. Lehrjahr

Nach einer fertig abgeschlossenen Ausbildung, in einem anderen Beruf, wollte ich noch etwas Neues ausprobieren. So stieß ich auf den Beruf als Fachkraft für Lagerlogistik. Auf der Internetseite der Arbeitsagentur habe ich mich dann informiert und habe mich prompt bei Katlenburger beworben.

Auf eine Antwort musste ich nicht lange warten, bis ich zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen wurde, welches trotz viel Nervosität sehr entspannt abgehalten wurde. Eine Woche später bekam ich schon die Zusage und freute mich auf den 01.08.2017, um das erste Mal meine Kollegen kennen zu lernen.

In der Ausbildung ist ein stetiger Wechsel zwischen Schule und Betrieb. Die Schule ist in Osterode am Harz. Im ersten Lehrjahr ist man zwei Tage in der Schule und drei Tage im Betrieb. Die Schule vermittelt einem das theoretische Wissen, währenddessen man im Betrieb die Praktiken lernt.

In meinem Betrieb habe ich in den ersten Wochen mir alles genau angeschaut wie alles funktioniert, habe Einweisungen bekommen und habe meine Kollegen richtig kennen gelernt. Von Woche zu Woche bekam ich immer mehr neue und anspruchsvollere Aufgaben. Nach circa einem Monat durfte ich schon kleine Kommissionieraufträge selbst erledigen oder auch Pakete für Kunden versandfähig machen. Retouren müssen auch ab und zu bearbeitet werden.

Wenn man die Ausbildung absolviert hat, kann man in vielen verschiedenen Branchen weiter Arbeiten, überall wo Lagermitarbeiter gesucht werden.

Bis heute kann ich sagen, dass der Beruf Fachkraft für Lagerlogistik ein sehr umfangreicher aber auch anspruchsvoller Beruf ist, der mir sehr Spaß macht.